So

20

Mai

2012

Insel des Glückes

An unser Grundstück angrenzend, hinter einem Dickicht, dass ich all die Jahre übersehen hatte, fand ich, als ich durch das Buschwerk ging, ein Wasser und ein Land. Sprich: Eine Insel und dort herum ein Wasser fließend.

Ich sah einen Mann und eine Frau. Der Mann sang und machte Musik, und zwar so wunderschön, dass ich immer weiter zuhören musste. Immer wiederkommen musste.

 

Nachdem ich öfters dort war, erlaubten die beiden mir, immer näher zu kommen. Das alles geschah im Traum ohne Worte. Der Sinn ergab sich aus den Handlungen. Nur die Musik war Ton. Das Singen und die Musik.

 

Eines Tages sah ich auch die Frau. Erst von der Ferne. Sie hatte lange schwarze Haare. Sie erlaubten mir dann irgendwann, dass ich in einem Boot, auf meiner Seite bleibend, auf dem Wasser rudern dürfe, um die Insel herum.

 

Die Frau wurde dann immer klarer und ich bekam ihr Wesen mit. Und war zutiefst erschüttert, dass ich so lange hier gelebt habe und nicht gewusst, dass ich solche wundervollen Nachbarn habe. Solch eine Frau von überaus gutem Herzen.

 

Ich sah die Frau, ihr Wesen, hörte den Mann Musik machen,singen, und ich ließ sie wissen, dass ich nicht mehr weg wolle.

 

Alles war so wunderbar, dass ich, zutiefst erschüttert, in Tränen ausbrach und mit diesem Weinen erwachte. Ich hoffte, dass sie mir eines Tages erlauben würden, zu ihnen auf die Insel zu kommen. Nahe bei ihnen sein zu dürfen. Ihrer wunderbaren Musik lauschen können und die Wohltat ihrer guten Herzen.

 

Omen

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Fr

18

Mai

2012

Mittelalterliches Spektaculum Rastede

 

Musst das Leben fahren, wie es lenkt,

bekommst kein anderes geschenkt.

Auch wollte sie mal Mittelalter – sehen

Kaum konnte sie auf den Beinen – stehen.

 

Es gab – trotzt Stock – nur einen Treppensturz

Ein Blackout bei der Bestellung – aber nur ganz kurz.

Von Regen und Wind endlich durchgefroren

iss sie denn vor Dunkel na Hus gefohren.

Macht schlapp auf dem Sofa - seelig geht sie zur Ruh

Der Schlaf zieht bald - den Vorhang zu.

 

Am Morgen - stürmte sie in den Arm des Mannes

… oder wollte es tun – fühlt sie sich krank?

als ein Drehschwindel sie packte

und sie warf in den Schrank.

 

Aber – dachte sie sich - sei es wie es sei

Immerhin war sie nun - im Leben dabei.

 

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